{"id":1042,"date":"2014-06-27T10:08:45","date_gmt":"2014-06-27T10:08:45","guid":{"rendered":"https:\/\/www.sch-ar-f.ch\/?p=1042"},"modified":"2023-04-15T09:42:44","modified_gmt":"2023-04-15T09:42:44","slug":"beton-ein-experiment","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.sch-ar-f.ch\/?p=1042","title":{"rendered":"Beton \u2013 Ein Experiment"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/www.sch-ar-f.ch\/wp-content\/uploads\/2014\/06\/1_IMG_3590.jpeg\" data-rel=\"lightbox-image-0\" data-magnific_type=\"image\" data-rl_title=\"\" data-rl_caption=\"1_IMG_3590\" title=\"\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-1044\" src=\"https:\/\/www.sch-ar-f.ch\/wp-content\/uploads\/2014\/06\/1_IMG_3590.jpeg\" alt=\"1_IMG_3590\" width=\"1969\" height=\"1313\" srcset=\"https:\/\/www.sch-ar-f.ch\/wp-content\/uploads\/2014\/06\/1_IMG_3590.jpeg 1969w, https:\/\/www.sch-ar-f.ch\/wp-content\/uploads\/2014\/06\/1_IMG_3590-300x200.jpeg 300w, https:\/\/www.sch-ar-f.ch\/wp-content\/uploads\/2014\/06\/1_IMG_3590-620x413.jpeg 620w, https:\/\/www.sch-ar-f.ch\/wp-content\/uploads\/2014\/06\/1_IMG_3590-768x512.jpeg 768w, https:\/\/www.sch-ar-f.ch\/wp-content\/uploads\/2014\/06\/1_IMG_3590-940x627.jpeg 940w\" sizes=\"auto, (max-width: 1969px) 100vw, 1969px\" \/><\/a><br \/>\n<strong>Architekturpreis Beton 2013<\/strong><br \/>\n\u00abBetonsuisse\u00bb, die 2006 durch vier Organisationen der Baustoffindustrie gegr\u00fcndet wurde, schreibt alle vier Jahre den Architekturpreis f\u00fcr Betonbauten aus. 2013 bereits zum zehnten Mal. Der Wettbewerb soll das Schaffen mit dem Werkstoff Beton f\u00f6rdern. Zudem soll die Ausschreibung die vielf\u00e4ltigen gestalterischen M\u00f6glichkeiten von Beton aufzeichnen. Das Augenmerk der Jury aus Architektur und Bauingenieurwesen unter der Leitung von Annette Spiro liegt nebst der gesamtheitlichen Betrachtung, der Form und Gestaltung auch auf dem Tragwerkskonzept, der materialgerechte Konstruktion und der Qualit\u00e4t der Ausf\u00fchrung. Der Preis ist mit 50 000 Franken dotiert. Zum ersten Mal wurde heuer ein F\u00f6rderpreis f\u00fcr Jungarchitekten ausgeschrieben. Dieser ist mit 10 000 Franken dotiert. 140 Eingaben hat die Jury 2013 beurteilt.<br \/>\nDen Preis erhielt das Basler Architekturb\u00fcro Buchner Br\u00fcndler Architekten f\u00fcr das Wohnhaus Bl\u00e4siring in Basel und die Casa D Estate in Linescio. Ausgezeichnet wurde das Architekturb\u00fcro Staufer &amp; Hasler Architekten AG aus Z\u00fcrich mit dem Bau des Bundesverwaltungsgerichts in St. Gallen. Desweiteren wurde das Basler Architekturb\u00fcro Silvia Gm\u00fcr Reto Gm\u00fcr Architekten f\u00fcr die Realisation des Casa Ai Prozzi in Minusio ausgezeichnet. Der F\u00f6rderpreis f\u00fcr Jungarchitekten wurde dem Z\u00fcrcher Architekturb\u00fcro Time. \/ Lukas Lehnherr zugesprochen. Dies f\u00fcr die Realisierung der F\u00fcnf H\u00e4user in Rapperswil. Die Ausstellung zeigt alle f\u00fcnf preisgekr\u00f6nten Geb\u00e4ude auf grossen Tafeln und mit filigranen Modellen, die selbstverst\u00e4ndlich aus Beton gegossen sind. Dazu erschien ein dreisprachiger Katalog. Die Preisverleihung fand am 25. September 2013 im Hauptgeb\u00e4ude der ETH Z\u00fcrich statt.<br \/>\nZum dritten Mal \u00fcbernahm das Schaffhauser Architektur Forum die Ausstellung f\u00fcr Schaffhausen fand und mit dem Kreuzgang beim Museum zu Allerheiligen einen Ausstellungsort, der zwei Architekturwelten aufeinanderprallen liess. Und gerade deshalb ideal war.<\/p>\n<hr>\n<p><strong> Beton \u2013 Ein Experiment<\/strong><br \/>\nUnmittelbare Materialit\u00e4t, handwerkliche Qualit\u00e4t und eigenwillige Raumkonzepte zeichnen die Bauten der Basler Architekten Daniel Buchner und Andreas Br\u00fcndler aus. 2013 erhielten sie von Betonsuisse den Architekturpreis Beton 13.<br \/>\nB\u00fclend Yigin, Associate, referierte im Museum zu Allerheiligen und stellte die beiden Projekte vor.<br \/>\nVon Hand geschalt und roh belassen f\u00fchlt sich Beton k\u00fchl und rau an. Wird er hingegen poliert, ist seine Oberfl\u00e4che glatt wie Glas. Beton ist ein Werkstoff, der viele Facetten kennt. Ein Werkstoff, der zum Experimentieren einl\u00e4dt. Diesem Experiment haben sich die Architekten Daniel Buchner und Andreas Br\u00fcndler aus Basel verschrieben. F\u00fcr sie ist jede frisch ausgeschalte Betonwand ein visuelles Ereignis. Es ist ein gestalterisches Mittel, das sie begr\u00fcssen. An Beton sch\u00e4tzen die beiden Architekten vor allem die handwerklichen Spuren, die dieser Baustoff hinterl\u00e4sst. Ihr Architekturb\u00fcro, das heute rund 35 Mitarbeiter besch\u00e4ftigt, wurde nun f\u00fcr ihren Umgang und ihre pers\u00f6nliche und eigenwillige Ausdrucksform mit diesem Werkstoff ausgezeichnet.<br \/>\n<strong>Handwerkliche Qualit\u00e4t und eigenwillige Raumkonzepte<\/strong><br \/>\nZwei Bauprojekte, die sich durch ihre unmittelbare Materialit\u00e4t, handwerkliche Qualit\u00e4t und eigenwillige Raumkonzepte auszeichnen, haben die Architekten eingereicht. Ein f\u00fcnfeinhalbgeschossiger Neubau am Bl\u00e4siring in Basel und einen Umbau eines zweihundert Jahre alten Steinhauses im kleinen Dorf Linescio, das im Rovana Tal, rund 25 Kilometer nordwestlich von Locarno, liegt.<br \/>\n<strong>Funktion zeichnet sich an der Fassade ab<\/strong><br \/>\nDas neue schmale f\u00fcnfeinhalbgeschossige Wohnhaus am Bl\u00e4siring ragt wie ein langer Zahn \u00fcber die angrenzenden H\u00e4user aus dem Jahr 1870 hinaus. Der Neubau bricht radikal mit der direkt angrenzenden baulichen Struktur. Die Nachbarn waren dar\u00fcber nicht gerade begeistert, als sie erfuhren, dass sich die neuen Hausbesitzer f\u00fcr einen Neubau entschieden haben, erz\u00e4hlte Yiging. Sie sahen das Idyll ihres Quartiers gef\u00e4hrdet und sammelten darum Unterschriften, die den Bau &#8211; \u00abeines Hochhauses aus Beton und Glas\u00bb \u2013 verhindern sollten. Der Kritik zum Trotz kann das Haus heute als gelungener Beitrag zur Verdichtung der Stadt gesehen werden. Zudem verleiht das Haus der Strassenzeile eine lebendige Ansicht, denn die ineinandergreifenden R\u00e4ume zeichnen sich auf der Fassade sowohl horizontal als auch vertikal ab. Damit ist die Nutzung von Aussen ablesbar.<br \/>\n<strong>Einen Bezug zum Aussenraum schaffen<\/strong><br \/>\nZwei Wohnungen haben die Architekten auf diesen f\u00fcnfeinhalb Geschossen realisiert. Erschlossen werden die Wohnungen durch ein separates Treppenhaus. Die untere Wohnung, die das Erdgeschoss und zwei weitere Etagen umfasst, zeichnet sich durch die Nutzung eines grossz\u00fcgigen Hinterhofes aus. Eine raumhohe Dreht\u00fcr f\u00fchrt in den Garten und verbindet damit den durchgehend offenen Innenraum mit dem Aussenraum. Die R\u00e4ume, sowie die funktionellen Einrichtungen, wie zum Beispiel die K\u00fcche und das Bad, sind in Beton realisiert worden. Einen dezenten Kontrast zum Beton bilden die vereinzelten Holzverschalungen. Ein weiteres auffallendes Element sind die raumhohen Fenster, die einen direkten Bezug zur Umwelt schaffen, wie Yigin an der Ausstellungser\u00f6ffnung ausf\u00fchrte.<br \/>\n<strong>Das Haus im Haus<\/strong><br \/>\nDas zweite Projekt, das den Basler Architekten zum Architekturpreis verhalf, ist die Casa d&#8217;Estate in Linescio. Ein zweihundert Jahre altes Steinhaus im Tessin, das die Architekten f\u00fcr sich selbst umgebaut haben. Das Haus besteht aus einem Wohnhaus mit einem Kellersockel, der sich weit in den steilen Hang hineinfrisst. Quer zum Hauptgeb\u00e4ude steht ein Holzbau mit einem Steinsockel. Einst wurden dort Kastanien ged\u00f6rrt. Das Haus im Tessin stand f\u00fcnfzig Jahre lang leer, bevor die Architekten das Geb\u00e4ude komplett aush\u00f6hlen und die Zwischendecke entfernen liessen, um das Haus danach im Innern Schicht f\u00fcr Schicht mit Beton auszugiessen.Wie ein zweites Haus im Haus. Dadurch entstand eine Wechselwirkung zwischen altem Natursteinmauerwerk und Beton. Zwei Epochen, zwei Materialien die sich heute aneinanderschmiegen. Eindr\u00fccklich dokumentierte das Architekturb\u00fcro diesen langwierigen handwerklichen Arbeitsprozess in Bildern, die Yigin an der Ausstellungser\u00f6ffnung zeigte und mit vielen interessanten Anekdoten versah. Von Aussen ist der Umbau heute kaum sichtbar. Lediglich die Gartent\u00fcr und der Kaminlassen den Eingriff erahnen. Im Innern sieht es hingegen anders aus. B\u00f6den, W\u00e4nde, Decke, auch die Badewanne und die Feuerstelle sind aus Beton. Das alte Steinbauhaus haben die Architekten in ein Sommerhaus verwandelt. Durch den Verzicht von Heizung und isolierten Fenstern war es m\u00f6glich die Fassade in ihrer Fasson zu belassen. Raumhohe Faltl\u00e4den aus Holz verschliessen das innere Haus. Sind sie ge\u00f6ffnet geben sie den Blick auf die alte Steinmauern, die \u00e4ussere H\u00fclle, frei.<br \/>\n&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Architekturpreis Beton 2013 \u00abBetonsuisse\u00bb, die 2006 durch vier Organisationen der Baustoffindustrie gegr\u00fcndet wurde, schreibt alle vier Jahre den Architekturpreis f\u00fcr Betonbauten aus. 2013 bereits zum zehnten Mal. 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