{"id":1923,"date":"2017-08-16T21:22:27","date_gmt":"2017-08-16T21:22:27","guid":{"rendered":"https:\/\/www.sch-ar-f.ch\/?p=1923"},"modified":"2017-08-16T21:22:27","modified_gmt":"2017-08-16T21:22:27","slug":"innenentwicklung-schweiz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.sch-ar-f.ch\/?p=1923","title":{"rendered":"Innenentwicklung Schweiz &#8211; Das Wohnungsangebot mitgestalten"},"content":{"rendered":"<p><em>Bericht \u00fcber Workshop 6 &#8211; Tagung zur Innenentwicklung in kleinen und mittleren Gemeinden der Professur f\u00fcr Raumentwicklung ETHZ \u2013 23. Juni 2017. Carole Signer war dabei.<\/em><br \/>\n<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-1925\" src=\"https:\/\/www.sch-ar-f.ch\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/ok_tagung_eth_bild1.jpg\" alt=\"ok_tagung_eth_bild1\" width=\"720\" height=\"405\" srcset=\"https:\/\/www.sch-ar-f.ch\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/ok_tagung_eth_bild1.jpg 720w, https:\/\/www.sch-ar-f.ch\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/ok_tagung_eth_bild1-300x169.jpg 300w, https:\/\/www.sch-ar-f.ch\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/ok_tagung_eth_bild1-620x349.jpg 620w\" sizes=\"auto, (max-width: 720px) 100vw, 720px\" \/><br \/>\nAn der zweiten Tagung zum Thema Innenentwicklung standen die kleineren und mittleren Gemeinden und deren Herausforderungen nach der Revision des Raumplanungsgesetz<span style=\"text-decoration: line-through;\">t<\/span>es im Fokus. Das Teilnehmerfeld setzte sich aus Gemeindevertretern, Kantonsplanern und Fachplanern aus der ganzen Schweiz zusammen.<br \/>\nKleine und mittlere Gemeinden sind in den n\u00e4chsten Jahren besonders gefordert. Trotz knappen finanziellen und personellen Ressourcen tragen sie die Verantwortung f\u00fcr die Entwicklung der gr\u00f6ssten Siedlungsfl\u00e4chenreserven der Schweiz. Gesamtschweizerisch verf\u00fcgen wir gem\u00e4ss Berechnungen der ETHZ \u00fcber eine theoretische Kapazit\u00e4t von \u00fcber 2 Mio. zus\u00e4tzlichen Einwohnern. \u00dcber 90% der Gemeinden haben heute weniger als 10`000 Einwohner. Etwas mehr als die H\u00e4lfte der Schweizer Bev\u00f6lkerung wohnt in diesen Gemeinden, in welchen rund drei Viertel der unbebauten Bauzonenreserven liegen.<br \/>\nMehrere Inputreferate setzten sich mit der Thematik der Innenentwicklung auseinander. Pr\u00e4sentiert wurden konstruktive Beispiele von Gemeinden, die sich geschickt ihren Weg in die Zukunft geebnet haben. Die Schl\u00fcsselw\u00f6rter des Tages waren \u201eStrategie\u201c und \u201eKommunikation\u201c. Jede Gemeinde \u2013 unabh\u00e4ngig von ihrer Gr\u00f6sse \u2013 braucht eine klare Strategie, ein Ziel, wohin sie sich entwickeln m\u00f6chte. Nur so ist sie gewappnet gegen Investoren mit deplatzierten Ideen und sch\u00fctzt sich vor einer von aussen aufgedr\u00e4ngten Entwicklung. Professionalit\u00e4t bei der Planung und Fachkompetenz der Gemeindevertreter bei der Entwicklung einer Strategie sind zentral. Die Frage \u201ewohin wollen wir mit unserer Gemeinde?\u201c soll nicht nur im stillen K\u00e4mmerlein gestellt werden. Die offene Kommunikation und Interaktion mit der Bev\u00f6lkerung bereichern die konstruktive Auseinandersetzung mit dieser Thematik. Den Gemeindevertretern wird mit auf den Weg gegeben, dass sie die Kritik suchen sollen. Die Komplexit\u00e4t soll nicht verdr\u00e4ngt, sondern veranschaulicht werden. Oftmals muss die Gemeinde nicht zwingend selbst entwickeln, die wichtigste Rolle besteht darin, Entwicklung zielgerichtet zuzulassen. Dazu sind bereits ausreichende Planungsinstrumente vorhanden, das Problem liegt gem\u00e4ss Tagungsteilnehmern in deren Praxistauglichkeit. Strenge Richtlinien des Kantons helfen dabei, die Strategie gezielt und konsequent durchzusetzen.<br \/>\n<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-1926\" src=\"https:\/\/www.sch-ar-f.ch\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/ok_tagung_eth_karte_bild2.jpg\" alt=\"ok_tagung_eth_karte_bild2\" width=\"2200\" height=\"1238\" srcset=\"https:\/\/www.sch-ar-f.ch\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/ok_tagung_eth_karte_bild2.jpg 2200w, https:\/\/www.sch-ar-f.ch\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/ok_tagung_eth_karte_bild2-300x169.jpg 300w, https:\/\/www.sch-ar-f.ch\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/ok_tagung_eth_karte_bild2-620x349.jpg 620w, https:\/\/www.sch-ar-f.ch\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/ok_tagung_eth_karte_bild2-768x432.jpg 768w, https:\/\/www.sch-ar-f.ch\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/ok_tagung_eth_karte_bild2-940x529.jpg 940w\" sizes=\"auto, (max-width: 2200px) 100vw, 2200px\" \/><br \/>\nDer Nachmittag war f\u00fcr sechs verschiedene Workshops reserviert. In einer Gespr\u00e4chsrunde wurde beispielsweise die Thematik des gemeinn\u00fctzigen Wohnungsbaus ausserhalb der grossen St\u00e4dte thematisiert. Ein Blick auf die Schweizer Karte zeigt die Konzentration des gemeinn\u00fctzigen Wohnungsbaus \u00fcberwiegend auf die grossen St\u00e4dte, insbesondere Z\u00fcrich. Welche M\u00f6glichkeiten zur F\u00f6rderung einer weiteren Verbreitung bestehen? Im Workshop wurde gezeigt, dass kreative L\u00f6sungen gefragt sind. Insbesondere in kleinen St\u00e4dten \u00ad\u2013 oder allgemein in Orten ohne aktive Genossenschaftskultur \u2013 sind ortstypische massgeschneiderte Konstellationen erw\u00fcnscht. Beispielsweise in Steckborn ist der Gemeinderat f\u00fcr eine pragmatische und rasche Umsetzung einer genossenschaftlichen \u00dcberbauung soweit gegangen, dass kurzerhand die sieben Gemeinder\u00e4te eine Genossenschaft gegr\u00fcndet haben. Dies wurde vom Stimmvolk aber nicht goutiert. Trotz sp\u00e4terer Abgabe der Vorstandsmandate wurde ihnen fehlende Unabh\u00e4ngigkeit vorgeworfen.<br \/>\nIn der Stadt Schaffhausen stehen diesbez\u00fcglich ebenfalls Herausforderungen an. Die Rheinstadt ist gr\u00f6sser als die kleineren bis mittleren Gemeinden, die an der ETHZ Tagung im Rampenlicht standen, hat aber dennoch diverse H\u00fcrden vor sich und braucht eine klare Strategie, um in Zukunft mit einer starken qualit\u00e4tsvollen Innenentwicklung weiter zu wachsen. Eine gute Grundlage dazu sind qualit\u00e4tssichernde Prozesse. Der aktuell laufende Studienauftrag f\u00fcr eine Landvergabe im Baurecht an einen gemeinn\u00fctzigen Wohnbautr\u00e4ger auf dem Wagenareal ist ein Schritt der Stadt Schaffhausen in Richtung Innentwicklung. Die Verwaltung, die Politik und die Bev\u00f6lkerung beobachten gespannt den Verlauf des Verfahrens und dessen Ausgang. Wie an Weihnachten wartet man ungeduldig auf das \u00d6ffnen der Pakete. Hat die Tante dieses Mal ein \u00fcberraschendes Geschenk oder hat sie wie jedes Jahr eine graue Schachtel mit gleichf\u00f6rmigen Schokoladenw\u00fcrfeln mit fader F\u00fcllung eingepackt?<br \/>\nCarole Signer \u2013 Juli 2017<br \/>\n&nbsp;<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.sch-ar-f.ch\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/170807_nzz-Mehr-als-nur-mehr-H\u00e4user.pdf\">Bericht NZZ 7.8.2017: <span style=\"text-decoration: underline;\"><em>Mehr als nur mehr H\u00e4user<\/em><\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bericht \u00fcber Workshop 6 &#8211; Tagung zur Innenentwicklung in kleinen und mittleren Gemeinden der Professur f\u00fcr Raumentwicklung ETHZ \u2013 23. Juni 2017. Carole Signer war dabei. 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