{"id":1987,"date":"2017-10-02T18:06:34","date_gmt":"2017-10-02T18:06:34","guid":{"rendered":"https:\/\/www.sch-ar-f.ch\/?p=1987"},"modified":"2017-10-02T18:06:34","modified_gmt":"2017-10-02T18:06:34","slug":"voller-tuecke-in-die-luecke-eine-bruecke","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.sch-ar-f.ch\/?p=1987","title":{"rendered":"&#8230; voller T\u00fccke in die L\u00fccke eine Br\u00fccke"},"content":{"rendered":"<p><em>Kinder und Jugendliche wachsen in einer von Erwachsenen gestalteten Umgebung auf und werden viel zu wenig dazu aufgefordert, sich mit offenen Augen umzusehen und den gebauten Lebensraum kritisch zu hinterfragen. Dieser wird allzu oft mit Gleichg\u00fcltigkeit und Passivit\u00e4t betrachtet und als selbstverst\u00e4ndlich und nicht verhandelbar hingenommen. Dem Thema Baukultur als gesellschaftspr\u00e4gendem Faktor wird im Alltag &#8211; und in der Kulturvermittlung \u2013 noch zu wenig Beachtung geschenkt. SCHARF m\u00f6chte dem vermehrt entgegenwirken und hat wieder einen Architekturworkshop am JUPS angeboten. <\/em><br \/>\n<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-1995 size-medium\" src=\"https:\/\/www.sch-ar-f.ch\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/IMG_7230-620x187.jpg\" alt=\"IMG_7230\" width=\"620\" height=\"187\" srcset=\"https:\/\/www.sch-ar-f.ch\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/IMG_7230-620x187.jpg 620w, https:\/\/www.sch-ar-f.ch\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/IMG_7230-300x90.jpg 300w, https:\/\/www.sch-ar-f.ch\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/IMG_7230-768x231.jpg 768w, https:\/\/www.sch-ar-f.ch\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/IMG_7230-940x283.jpg 940w\" sizes=\"auto, (max-width: 620px) 100vw, 620px\" \/><br \/>\n10 Kinder im Alter von 7 \u2013 12 Jahren trotzten dem Regen und gingen mit Architekturprofis auf Stadtexpedition. Ziel war es, in der Schaffhauser Altstadt H\u00e4userzeilen zu betrachten, zu beschreiben und zu vergleichen. Was pr\u00e4gt so eine Strasse? Wie verschieden sind die Fenster, T\u00fcren, D\u00e4cher, Fassaden der einzelnen H\u00e4user \u2013 und wie kommt es, das die unterschiedlichsten Geb\u00e4ude nebeneinander stehen. Sind sie alle zusammengebaut oder gibt es L\u00fccken? Geschieht es je, dass ein Haus in der Altstadt abgerissen und ersetzt wird? Wie muss das neue Haus sein, damit es ins Gef\u00fcge passt? Und muss es zwingend zum Rest \u201epassen\u201c?<br \/>\nZu Beginn des Rundgangs stellten sich alle Kinder in eine Reihe und erkannten, dass alle unterschiedlich aussehen, individuell gekleidet, verschieden gross, dick oder d\u00fcnn, j\u00fcnger oder \u00e4lter sind. Die Beliebigkeit des Nebeneinanders betonte die Unterschiede und machte die Reihe spannend. Genau wie eine Altstadt-H\u00e4userzeile! Auch hier \u2013 so analysierten die Kinder &#8211; gibt es Farbnuancen, sch\u00f6ne und weniger sch\u00f6ne Dekorationen, verschiedene Proportionen, die H\u00e4user stammen aus verschiedenen Zeiten, sind schmal, breit, ragen \u00fcber den Nachbarn hinaus, sind zur\u00fcckversetzt, haben Erker wie kleine oder grosse Nasen, Terrassen oder steile D\u00e4cher. Einige sind angeschrieben, von anderen weiss man, wozu sie dienen oder dienten, viele sind einfach anonym.<br \/>\nVom Kammgarnhof durch den Mosergarten, die M\u00fcnstergasse \u2013 am imposanten Pfarrhaus vorbei &#8211; hinauf zum Herrenacker, wo die goldenen Kugeln am Haus zum Frieden ausgiebig betrachtet wurden, und die Neustadt hinunter f\u00fchrte der Spaziergang. \u201eHier wohnen aber eher die \u00e4rmeren Leute\u201c, meinte ein Kind in der Neustadt. Eine Betrachtungsweise, die unsere Profis schmunzeln liess. L\u00e4nger verweilte die Gruppe bei Riegelh\u00e4usern, \u00fcber deren Verputz, Balken und die ganze Bauweise viel gemutmasst und erkl\u00e4rt wurde. Auch die \u201eGrossen\u201c gerieten dar\u00fcber ins verz\u00fcckte Fachsimpeln. Die L\u00fccke beim Diebsturm wurde genauestens unter die Lupe genommen \u2013 war doch das \u201eL\u00fcckef\u00fcllen\u201c im anschliessenden gestalterischen Teil des Workshops das Hauptthema.<br \/>\nSCHARF hatte mit Fotografien von einzelnen Altstadth\u00e4usern eine lose H\u00e4userzeile vorbereitet, in deren L\u00fccken die Kinder ihr eigenes Haus stellen konnten. Die Gestaltungs- und Bastelphantasie war fast grenzenlos! Ein M\u00e4dchen wusste auf Anhieb, dass ihr Geb\u00e4ude schr\u00e4g stehen w\u00fcrde, ein anderes wollte partout ein knallrotes Haus bauen, beliebt waren bunte Mosaiksteinchen f\u00fcr die Fassaden und Styropor f\u00fcr Balkon- und Erkeranbauten. Wegen der verwendeten Farbenpalette h\u00e4tte jede Stadtbildkommission unruhige N\u00e4chte verbracht und gut, dass keine Baubewilligungen eingeholt werden mussten! F\u00fcr einmal war alles erlaubt und fast nichts unm\u00f6glich. Wir w\u00fcnschen uns von Herzen, dass k\u00fcnftige Generationen von Architektinnen und Architekten, Planerinnen und Planer mit einer ann\u00e4hernd so unverbl\u00fcmt-freien und unverfroren-mutigen Attit\u00fcde ans Werk gehen. Auch in kleinen St\u00e4dten wie Schaffhausen!<br \/>\n<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-1994 size-medium\" src=\"https:\/\/www.sch-ar-f.ch\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/DSCF6733-620x413.jpg\" alt=\"DSCF6733\" width=\"620\" height=\"413\" srcset=\"https:\/\/www.sch-ar-f.ch\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/DSCF6733-620x413.jpg 620w, https:\/\/www.sch-ar-f.ch\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/DSCF6733-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.sch-ar-f.ch\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/DSCF6733-768x512.jpg 768w, https:\/\/www.sch-ar-f.ch\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/DSCF6733-940x627.jpg 940w\" sizes=\"auto, (max-width: 620px) 100vw, 620px\" \/><br \/>\n<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-1992 size-medium\" src=\"https:\/\/www.sch-ar-f.ch\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/DSCF6723-620x413.jpg\" alt=\"DSCF6723\" width=\"620\" height=\"413\" srcset=\"https:\/\/www.sch-ar-f.ch\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/DSCF6723-620x413.jpg 620w, https:\/\/www.sch-ar-f.ch\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/DSCF6723-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.sch-ar-f.ch\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/DSCF6723-768x512.jpg 768w, https:\/\/www.sch-ar-f.ch\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/DSCF6723-940x627.jpg 940w\" sizes=\"auto, (max-width: 620px) 100vw, 620px\" \/><br \/>\n<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-1990 size-medium\" src=\"https:\/\/www.sch-ar-f.ch\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/DSCF6713-620x413.jpg\" alt=\"DSCF6713\" width=\"620\" height=\"413\" srcset=\"https:\/\/www.sch-ar-f.ch\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/DSCF6713-620x413.jpg 620w, https:\/\/www.sch-ar-f.ch\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/DSCF6713-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.sch-ar-f.ch\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/DSCF6713-768x512.jpg 768w, https:\/\/www.sch-ar-f.ch\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/DSCF6713-940x627.jpg 940w\" sizes=\"auto, (max-width: 620px) 100vw, 620px\" \/><br \/>\n<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-1991 size-medium\" src=\"https:\/\/www.sch-ar-f.ch\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/DSCF6717-620x413.jpg\" alt=\"DSCF6717\" width=\"620\" height=\"413\" srcset=\"https:\/\/www.sch-ar-f.ch\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/DSCF6717-620x413.jpg 620w, https:\/\/www.sch-ar-f.ch\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/DSCF6717-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.sch-ar-f.ch\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/DSCF6717-768x512.jpg 768w, https:\/\/www.sch-ar-f.ch\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/DSCF6717-940x627.jpg 940w\" sizes=\"auto, (max-width: 620px) 100vw, 620px\" \/><br \/>\n&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kinder und Jugendliche wachsen in einer von Erwachsenen gestalteten Umgebung auf und werden viel zu wenig dazu aufgefordert, sich mit offenen Augen umzusehen und den gebauten Lebensraum kritisch zu hinterfragen. 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