{"id":3239,"date":"2021-12-08T19:29:16","date_gmt":"2021-12-08T19:29:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.sch-ar-f.ch\/?p=3239"},"modified":"2023-04-15T09:12:06","modified_gmt":"2023-04-15T09:12:06","slug":"wege-zum-offenen-wettbewerb-eine-abendliche-spurensuche","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.sch-ar-f.ch\/?p=3239","title":{"rendered":"Wege zum offenen Wettbewerb &#8211; eine abendliche Spurensuche"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>11. November 2021:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Anlass f\u00fcr diese gemeinsame \u2019Spurensuche\u2019 bildete das aktuell beendete Wettbewerbsverfahren &#171;Kammgarnhof&#187;, der erste offene Projektwettbewerb in Schaffhausen seit 2003. Im Fokus standen nicht die Ergebnisse dieses Wettbewerbes, sondern Fragen zum Verfahren und zu allf\u00e4lligen Problemen im Kontext eines Offenen Wettbewerbes. Wahrlich keine Auseinandersetzung mit Novit\u00e4ten &#8211; Offene Wettbewerbe werden doch seit mehr als 140 Jahren schweizweit erfolgreich durchgef\u00fchrt.<br>Auf Einladung des Schaffhauser Architektur Forums &#8211; Scharf &#8211; wurde der Abend zum erhellenden Kaleidoskop von Meinungen, Bedenken und Erfahrungen. Der Verlauf des Abends wurde ausf\u00fchrlich in der Presse dargestellt (siehe die Medienberichte).<\/p>\n\n\n\n<p><em>Text: Paul Both<br>Bilder: Pierre N\u00e9ma<\/em><\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignleft size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"900\" height=\"600\" src=\"https:\/\/www.sch-ar-f.ch\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/bi1-2.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-3228\" srcset=\"https:\/\/www.sch-ar-f.ch\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/bi1-2.jpg 900w, https:\/\/www.sch-ar-f.ch\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/bi1-2-620x413.jpg 620w, https:\/\/www.sch-ar-f.ch\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/bi1-2-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.sch-ar-f.ch\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/bi1-2-768x512.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 900px) 100vw, 900px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Ivo B\u00f6sch, Redaktor Hochparterre in seinem Inputreferat: \u201eProjektwettbewerbe im Offenen Verfahren\u201c<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"900\" height=\"601\" src=\"https:\/\/www.sch-ar-f.ch\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/bi2-1.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-3229\" srcset=\"https:\/\/www.sch-ar-f.ch\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/bi2-1.jpg 900w, https:\/\/www.sch-ar-f.ch\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/bi2-1-620x414.jpg 620w, https:\/\/www.sch-ar-f.ch\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/bi2-1-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.sch-ar-f.ch\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/bi2-1-768x513.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 900px) 100vw, 900px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Marcel Angele, Leiter Stadtplanung Stadt Schaffhausen, Roland Hofer, SCHARF-Vorstandsmitglied, Matthias Wipf, Moderator, Katrin Bernath, Baureferentin, Christian Zimmermann, Wettbwerbs-Jurymitglied, Ivo B\u00f6sch, Redaktor.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Dazu erg\u00e4nzend und in Weiterf\u00fchrung der abendlichen Aussprachen sollen nachfolgend einige Aspekte skizzieren &#8211; subjektiv, jedoch illustriert durch berufliches Erleben gemeinsam mit vielen Kolleginnen und Kollegen aus Architektur und Planung, vor allem mit \u00f6ffentlichen, meist kommunalen Auftraggebern.<\/p>\n\n\n\n<p>STIMMUNGSBILD AM ABEND<br>Wohltuend, und sicher ein Element des fair abgelaufenen Abends, war der respektvolle Umgang zwischen den TeilnehmerInnen &#8211; speziell zwischen Architekten und den Repr\u00e4sentanten von Stadtpolitik und -Planung. Trotz dr\u00e4ngender Fragen, nicht erf\u00fcllten Erwartungen und zur\u00fcckliegend oft schwierigen Verst\u00e4ndigungsprozessen wurde gegenseitig zugeh\u00f6rt, konnten Argumente aufgenommen werden, ohne gleich neue Verteidigungslinien zu ziehen.<br>Einf\u00fchrung, Moderation sowie das Impulsreferat von Hochparterre-Redaktor Ivo B\u00f6sch zur Thematik &#171;10 Vorteile des Offenen Wettbewerbs&#187; bildeten eine solide Grundlage f\u00fcr den nachfolgenden Austausch auf dem Podium und sp\u00e4ter im Plenum. Gleichzeitig wurde erkennbar, wie fragil und verunsichert die Lage in Schaffhausen erlebt wird: Die freundliche Anw\u00e4rmfrage in die Podiumsrunde, welche baulichen &#8218;Perlen&#8216; in Schaffhausen einem spontan in den Sinn kommen, blieb in der Luft h\u00e4ngen, fast erschrocken\u2026 ja, doch, die historische Bausubstanz, immerhin.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"900\" height=\"600\" src=\"https:\/\/www.sch-ar-f.ch\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/bi3-2.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-3237\" srcset=\"https:\/\/www.sch-ar-f.ch\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/bi3-2.jpg 900w, https:\/\/www.sch-ar-f.ch\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/bi3-2-620x413.jpg 620w, https:\/\/www.sch-ar-f.ch\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/bi3-2-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.sch-ar-f.ch\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/bi3-2-768x512.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 900px) 100vw, 900px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"900\" height=\"600\" src=\"https:\/\/www.sch-ar-f.ch\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/bi4-2.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-3230\" srcset=\"https:\/\/www.sch-ar-f.ch\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/bi4-2.jpg 900w, https:\/\/www.sch-ar-f.ch\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/bi4-2-620x413.jpg 620w, https:\/\/www.sch-ar-f.ch\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/bi4-2-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.sch-ar-f.ch\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/bi4-2-768x512.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 900px) 100vw, 900px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>PLANUNGSKULTUR &#8211; OPTIONEN DES OFFENEN WETTBEWERBS<br>Aufschlussreich war die Podiumsrunde besonders dann, wenn die Beteiligten jeweils ihre pers\u00f6nliche Haltung zum Offenen Wettbewerb skizzierten &#8211; direkt oder verklausuliert, werbend oder mit Unsicherheit und Bedenken. Trotz, oder wegen der vorgestellten diversen Vorteile eines Offenen Wettbewerbes &#8211; im Gegensatz zum selektiven Verfahren, resp. Direktauftrag &#8211; standen sich hier einige Ansichten dialektisch, nicht selten diametral gegen\u00fcber.<br>Exkurs: Fast unn\u00f6tig zu erw\u00e4hnen, Schaffhausen ist \u00fcberall. Hier zeigen sich schlicht die Realit\u00e4ten so vieler kleiner und mittlerer Kommunen, welche mit komplexen Themen des Bau- und Planungswesen konfrontiert werden, die \u00fcber das &#8218;Tagesgesch\u00e4ft&#8216; hinausgehen. Das kann bedeuten, dass Erfahrungswerte und personelle Ressourcen fehlen, zumindest nicht ad\u00e4quat zum Problem &#8218;hausintern&#8216; abrufbar sind. Dies kann unter Umst\u00e4nden zur Nicht-Wahrnehmung gegebener M\u00f6glichkeiten f\u00fchren. Kommt hinzu, dass die Politik im Zweifel eher auf &#8218;Bew\u00e4hrtes&#8216; als auf Experimente setzt, m\u00f6gliche Konflikte scheut und gelegentlich vom eigenen Mut verlassen wird (der damalige Disput um die &#8218;Affenk\u00e4fige&#8216; auf dem Herrenacker kann als Metapher dienen\u2026).<\/p>\n\n\n\n<p>Zwei Beispiele zur oben erw\u00e4hnten Dialektik:<br>(1) Offene Wettbewerbe = Vielfalt der L\u00f6sungsm\u00f6glichkeiten<br>Einerseits die Chance, zu einer st\u00e4dtebaulichen Problemstellung eine Vielzahl unterschiedlicher sowie qualitativ hochstehender L\u00f6sungen zu bekommen.<br>Andererseits die Konfrontation mit unbekannten, unerwarteten und pluralistischen L\u00f6sungen. Das heisst f\u00fcr alle Beteiligten auch ein sich Einlassen auf neues und unsicheres Terrain, eventuell Altbew\u00e4hrtes in Frage zu stellen, notfalls auch eigene bisher vertretene \u00dcberzeugungen.<br>(2) Offene Wettbewerbe = Experimentierfelder f\u00fcr beteiligte B\u00fcros<br>Die Auslobung Offener Wettbewerbe ist ein wichtiges Element der Planungskultur: Unabh\u00e4ngig von Alter, Status und Gr\u00f6sse der beteiligten B\u00fcros und deren Mitwirkenden bieten offene Wettbewerbe jeweils innovative Rahmen f\u00fcr Auseinandersetzung, Konfrontation und Experimente &#8211; nicht im Ergebnis, wohl aber \u00fcber die gesamte Zeit der Bearbeitung, zwischen Geniestreichen, Abst\u00fcrzen und letztlich im Diskurs erarbeiteten konkreten und schl\u00fcssigen L\u00f6sungen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"900\" height=\"601\" src=\"https:\/\/www.sch-ar-f.ch\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/bi5-1.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-3238\" srcset=\"https:\/\/www.sch-ar-f.ch\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/bi5-1.jpg 900w, https:\/\/www.sch-ar-f.ch\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/bi5-1-620x414.jpg 620w, https:\/\/www.sch-ar-f.ch\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/bi5-1-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.sch-ar-f.ch\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/bi5-1-768x513.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 900px) 100vw, 900px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"900\" height=\"601\" src=\"https:\/\/www.sch-ar-f.ch\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/bi6-1.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-3231\" srcset=\"https:\/\/www.sch-ar-f.ch\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/bi6-1.jpg 900w, https:\/\/www.sch-ar-f.ch\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/bi6-1-620x414.jpg 620w, https:\/\/www.sch-ar-f.ch\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/bi6-1-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.sch-ar-f.ch\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/bi6-1-768x513.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 900px) 100vw, 900px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"900\" height=\"601\" src=\"https:\/\/www.sch-ar-f.ch\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/bi7-1.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-3232\" srcset=\"https:\/\/www.sch-ar-f.ch\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/bi7-1.jpg 900w, https:\/\/www.sch-ar-f.ch\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/bi7-1-620x414.jpg 620w, https:\/\/www.sch-ar-f.ch\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/bi7-1-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.sch-ar-f.ch\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/bi7-1-768x513.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 900px) 100vw, 900px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>GEMEINSCHAFTSAUFGABE &#8211; DAS &#8218;RICHTIGE&#8216; WETTBEWERBSPROGRAMM<br>Bei so vielen Optionen der &#8218;K\u00f6nigsdisziplin&#8216; Offener Wettbewerb, wo liegen die Vorbehalte und wie kann diesen gemeinsam begegnet werden?<br>Einige Anregungen zum Weiterdenken und Erg\u00e4nzen:<\/p>\n\n\n\n<p>1. Meinungsvielfalt strukturieren<br>Auch an diesem Abend wurde vom Podium beklagt, dass allein die Vorbereitung eines Offenen Wettbewerbes sehr m\u00fchsam sei und dass u.a. oft &#171;zu viele W\u00fcnsche von zu vielen&#187; vorgebracht werden. Ein langlebiges Missverst\u00e4ndnis, weil: niemand kann seri\u00f6s erwarten, dass alle W\u00fcnsche ber\u00fccksichtigt werden k\u00f6nnen und in ein Wettbewerbsprogramm einfliessen. Wie denn auch? Jedes partizipative Verfahren zeigt, dass eher selten nur eine Meinung zu einem Sachverhalt vorliegt &#8211; ein sorgf\u00e4ltiges Sichten der Voten und Beitr\u00e4ge zeigt, wie divergent diese Vorstellungen sind, durchaus sogar diametral entgegenstehend. Vor dem Hintergrund dieser \u00f6ffentlichen Meinungsvielfalt (und weiterer Beitr\u00e4ge von Verb\u00e4nden, Beteiligten, Fachpersonen\u2026) beginnt die origin\u00e4re Arbeit des Wettbewerb-Auslobers, nun eigenst\u00e4ndig, begr\u00fcndet und transparent sich eine eigene Meinung zu bilden. Dieser Prozess ist, wie die Erfahrungen zeigen, von zentraler Bedeutung und muss vor Auslobung von den Verantwortlichen eines Wettbewerbsverfahrens schl\u00fcssig und verbindlich erstellt und getragen werden (unabh\u00e4ngig davon, ob es sich um einen Offenen Wettbewerb der \u00f6ffentlichen Hand, oder von Privaten\/Investoren handelt).<\/p>\n\n\n\n<p>2. Zusammenspiel der Beteiligten bei der Vorbereitung eines Offenen Wettbewerbes<br>Eine grunds\u00e4tzlich m\u00f6gliche Problematik im Kontext der Vorbereitung und Durchf\u00fchrung eines Offenen Wettbewerbes durch Kommunen wurde bereits kurz erw\u00e4hnt: Handelt es sich doch um ein Verfahren, welches wohl vielfach und \u00fcber Jahrzehnte erprobt ist und sich sowohl als Prozess als auch in den Ergebnissen bew\u00e4hrt hat, jedoch speziell bei kleinen und mittleren Kommunen nicht st\u00e4ndig \u00fcber die Tische von Politik und planender Verwaltung geht (etwa wie Zonen-\/Nutzungspl\u00e4ne, Baugesuche etc.). Dies hat \u00fcberhaupt nichts mit den Qualit\u00e4ten oder Qualifikationen der dort handelnden Personen zu tun, sondern \u2013 \u00e4hnlich wie in der Medizin &#8211; speziell mit fehlender Routine aufgrund zu geringer &#8218;Fallzahlen&#8216;.<br>Das oben erw\u00e4hnte Ausarbeiten des Wettbewerbsprogramms ist eine Option, wie m\u00f6gliche Auslober eventuell bestehende Fragen, Defizite, Bedenken zu Verfahren und Themen in Gespr\u00e4chen mit Fachpersonen seri\u00f6s abkl\u00e4ren k\u00f6nnen. Selbstkritisch angemerkt, vielleicht eine Bring-Schuld von Seiten Planer- und ArchitektInnen gegen\u00fcber den Verantwortlichen von St\u00e4dten und Gemeinden. Absolutes Vertrauen vorausgesetzt, k\u00f6nnen diese gemeinsamen Findungen oft mehr zu komplexen Projekten beitragen, als manche Verordnungen und Paragrafen. Um Missverst\u00e4ndnissen vorzubeugen: gemeint sind hier keine geheimen Absprachen zum Nutzen oder Schaden Dritter, sondern das Bem\u00fchen um die weitsichtige Klarheit in einer Aufgabenstellung, so, dass m\u00f6gliche Unsicherheiten nicht einer besseren L\u00f6sung entgegenstehen.<\/p>\n\n\n\n<p>3. &#8218;Testplanung&#8216;<br>Sowohl aus den Diskussionen am Abend, als auch aus Erfahrungen ging hervor, dass der &#8218;Vorlauf\u2019 zur Kl\u00e4rung eines validen Wettbewerb Programms bei hoch komplexen Aufgabenstellungen auch darin bestehen kann, vorg\u00e4ngig eine Testplanung durchzuf\u00fchren. Dieser Prozess soll hier nicht weiter erl\u00e4utert werden &#8211; siehe zu den weiteren Planungsverfahren die SIA-Normen und dazu die &#171;Wegleitung zur Ordnung SIA 143&#187;<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"900\" height=\"601\" src=\"https:\/\/www.sch-ar-f.ch\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/bi8-1.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-3233\" srcset=\"https:\/\/www.sch-ar-f.ch\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/bi8-1.jpg 900w, https:\/\/www.sch-ar-f.ch\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/bi8-1-620x414.jpg 620w, https:\/\/www.sch-ar-f.ch\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/bi8-1-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.sch-ar-f.ch\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/bi8-1-768x513.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 900px) 100vw, 900px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>FAZIT MIT PERSPEKTIVEN<br>Programme Offener Wettbewerbe bilden f\u00fcr alle TeilnehmerInnen die verbindliche Grundlage der nun anstehenden kreativen und funktionalen Beitr\u00e4ge. Allf\u00e4llige Verst\u00e4ndnisfragen nach Ausgabe der Unterlagen werden gekl\u00e4rt, die Antworten gehen allen schriftlich zu.<br>So wird f\u00fcr alle Beteiligten der gleiche Informationsstand gesichert.<br>Ein eher vereinzelt gebliebener Wunsch vom Podium bezog sich auf m\u00f6gliche, oder erw\u00fcnschte Zwischenbesprechungen w\u00e4hrend der laufenden Wettbewerbsbearbeitung: nicht explizit formuliert, jedoch sp\u00fcrbar, war hier ein diffuser Wunsch nach M\u00f6glichkeiten zur Korrektur bzw. zum Nachjustieren. Im Plenum war eher die Haltung vertreten, dass das in die TeilnehmerInnen &#8211; und in das vorgegeben Programm &#8211; gesetzte Vertrauen keiner &#8218;Zwischenstationen&#8216; bedarf.<br>Beitr\u00e4ge vom Podium wie aus dem Plenum sprachen sich stattdessen daf\u00fcr aus, die Wettbewerbsprogramme sorgf\u00e4ltig und auf den eigentlichen &#8218;Kern&#8216; hin zu formulieren: keine Detailverliebtheit, sondern den zentralen Gedanken, die tragende Philosophie der Aufgabenstellung darzustellen.<br>Schliesslich: Als Auslober und als Jury sollte man sich und dem eigenen Mut vertrauen, zum Programm stehen, Charakter zeigen, auch und gerade dann, wenn zeitweise Gegenwind auszuhalten ist.<\/p>\n\n\n\n<p>Und, ja, der Abend war informativ, offen und auch deutlich im Vermitteln differenter Positionen. Ein Werben um gemeinsame Wege zu mehr Offenen Wettbewerben &#8211; in der \u00dcberzeugung, dass diese Form von Planungskultur mit qualitativ \u00fcberdurchschnittlichen Ergebnissen nicht nur den beteiligten B\u00fcros, sondern vor allem auch dem Image und einer frischen Identit\u00e4t der Stadt Schaffhausen dient.<\/p>\n\n\n\n<p>&#171;Leichte Aufbruchsstimmung&#187; wurde abschliessend im Podium festgestellt &#8211;<br>das &#8218;Prinzip Hoffnung&#8216; kann alle Beteiligten \u00fcber diesen Abend hinaus weitertragen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"900\" height=\"601\" src=\"https:\/\/www.sch-ar-f.ch\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/bi9-1.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-3234\" srcset=\"https:\/\/www.sch-ar-f.ch\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/bi9-1.jpg 900w, https:\/\/www.sch-ar-f.ch\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/bi9-1-620x414.jpg 620w, https:\/\/www.sch-ar-f.ch\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/bi9-1-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.sch-ar-f.ch\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/bi9-1-768x513.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 900px) 100vw, 900px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"900\" height=\"506\" src=\"https:\/\/www.sch-ar-f.ch\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/bi10-1.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-3235\" srcset=\"https:\/\/www.sch-ar-f.ch\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/bi10-1.jpg 900w, https:\/\/www.sch-ar-f.ch\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/bi10-1-620x349.jpg 620w, https:\/\/www.sch-ar-f.ch\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/bi10-1-300x169.jpg 300w, https:\/\/www.sch-ar-f.ch\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/bi10-1-768x432.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 900px) 100vw, 900px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Download, SHN 13.11.21:&nbsp;<a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/www.sch-ar-f.ch\/wp-content\/uploads\/2021\/11\/20211113_shn_Architektur-in-Schaffhausen.pdf\" target=\"_blank\">\u00abArchitektur in Schaffhausen sucht noch Perlen\u00bb<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Link Stiftung Baukultur Schweiz; Ivo B\u00f6sch, 13.12.2021: <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/www.stiftung-baukultur-schweiz.ch\/blog\/architekturwettbewerb-silber-der-baukultur?fbclid=IwAR1dtnUweote3C2rnfAnSoOFGXV-ZZaB1rBlgSpgPGtevkBwFUtQ-NW3Niw\" target=\"_blank\">&#171;Architekturwettbewerb &#8211; Silber der Baukultur&#187;<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Link zur Einladung: <a href=\"https:\/\/www.sch-ar-f.ch\/?p=3158\">Projektwettbewerbe im offenen Verfahren<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Nachschlag:&nbsp;Ivo B\u00f6sch. Hochparterre-Redaktor und pr\u00e4gnant argumentierender Podiumsteilnehmer unserer Veranstaltung von 11. Nov. 2021 zum offenen Wettbewerb, zieht in einem Klartext Fazit zum Architekturwettbewerb aus der Umfrage von Hochparterre Wettbewerbe unter den Architekturb\u00fcros. Gerne verweisen wir auf diese gewichtige Haltung zuk\u00fcnftiger Auslobungsverfahren von Architekturwettbewerben und bleiben in dieser Thematik weiterhin scharf dran! <br>Link Hochparterre: <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/www.sch-ar-f.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/hochparterre_5_22_Wettbewerbsumfrage.pdf\" target=\"_blank\">Heft5_22, Ivo B\u00f6sch<\/a>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>11. November 2021: Anlass f\u00fcr diese gemeinsame \u2019Spurensuche\u2019 bildete das aktuell beendete Wettbewerbsverfahren &#171;Kammgarnhof&#187;, der erste offene Projektwettbewerb in Schaffhausen seit 2003. 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