{"id":479,"date":"2014-06-27T10:05:35","date_gmt":"2014-06-27T10:05:35","guid":{"rendered":"https:\/\/www.sch-ar-f.ch\/?p=479"},"modified":"2023-04-15T09:42:58","modified_gmt":"2023-04-15T09:42:58","slug":"behutsam-restauriert-und-radikal-erganzt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.sch-ar-f.ch\/?p=479","title":{"rendered":"Behutsam restauriert und radikal erg\u00e4nzt"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-480\" src=\"https:\/\/www.sch-ar-f.ch\/wp-content\/uploads\/2014\/06\/IMG_2156.jpg\" alt=\"IMG_2156\" width=\"1350\" height=\"1013\" srcset=\"https:\/\/www.sch-ar-f.ch\/wp-content\/uploads\/2014\/06\/IMG_2156.jpg 1350w, https:\/\/www.sch-ar-f.ch\/wp-content\/uploads\/2014\/06\/IMG_2156-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.sch-ar-f.ch\/wp-content\/uploads\/2014\/06\/IMG_2156-620x465.jpg 620w, https:\/\/www.sch-ar-f.ch\/wp-content\/uploads\/2014\/06\/IMG_2156-768x576.jpg 768w, https:\/\/www.sch-ar-f.ch\/wp-content\/uploads\/2014\/06\/IMG_2156-940x705.jpg 940w\" sizes=\"auto, (max-width: 1350px) 100vw, 1350px\" \/><br \/>\n<strong>Erg\u00e4nzung im Bestand: Die Raiffeisenbank in Diessenhofen ist ein Beispiel, das Aufsehen erregt. Architekt Roman Giuliani f\u00fchrte die scharf-Mitglieder an einer Veranstaltung im April vor Ort in sein Werk ein, das auf starke Kontraste setzt.<\/strong><br \/>\nRaiffeisen ist nicht mehr die kleine Landbank von einst. Vielmehr ist die Gruppe in der Schweiz zu einem modernen Schwergewicht herangewachsen. Mit dem dichtesten Bankstellennetz pr\u00e4gt sie auch die Architekturlandschaft mit. Dabei f\u00e4llt Raiffeisen nicht durch einen gestalterischen Einheitsbrei, sondern durch eine Vielfalt qualitativ anspruchsvoller Neu- und Umbauten auf. Zu den j\u00fcngsten Beispielen z\u00e4hlt die Gesch\u00e4ftsstelle in Diessenhofen.<br \/>\nDie Liegenschaft besteht aus der rund 100-j\u00e4hrigen Villa Rosenheim, die durch einen Anbau erg\u00e4nzt wurde. \u201eWir wollten einen Bauk\u00f6rper ansetzen, der radikal anders ist als das alte Haus\u201c, erk\u00e4rt Cornelius Keller, der Vorsitzende der Bankleitung. So symbolisiert das neue Ensemble die Spannung zwischen dem historisch Gewachsenen und dem Vorw\u00e4rtsgewandten, wie sie heute f\u00fcr die Raiffeisenbank typisch ist. \u201eEin Bau, der die neue Raiffeisen und ihre Kundschaft optimal repr\u00e4sentiert\u201c, merkte deren oberster Chef Pierin Vinzenz anl\u00e4sslich der Er\u00f6ffnung an.<br \/>\n<strong>Ausblick statt Einblick<\/strong><br \/>\nDie Villa Rosenheim steht an der Nahtstelle zwischen Altstadt und neuen Quartieren. Sie markiert dort eine starke Pr\u00e4senz in einem kleinen Parkgrundst\u00fcck, bei dem man vergeblich nach rechten Winkeln sucht.<br \/>\nGiuliani entschied sich deshalb gegen einen Kubus, vielmehr dockte er der Villa einen Bauk\u00f6rper an, der mit der verzogenen Grundst\u00fccksfl\u00e4che korrespondiert. Obschon nur eingeschossig, wirkt der Neubau recht dominant \u2013 vorl\u00e4ufig jedenfalls, solange er noch nicht (wie vorgesehen) mit weissen Kletterrosen eingewachsen ist. Die zwei riesigen Fenster werden aber auch dann ein Blickfang bleiben. Laut Giuliani sind es die gr\u00f6ssten heute herstellbaren Verglasungen. Sie erinnern an gigantische Bildschirme, gew\u00e4hren aber wegen ihrer schr\u00e4gen Anordnung keinen direkten Einblick in die Kundenhalle. Dagegen verbinden sie das Innere mit dem Aussenraum, holen quasi den Park in den Annexbau: Der Ausblick geht in die H\u00f6he, in die Kronen der grossen B\u00e4ume, den Himmel dar\u00fcber, wo sich ein Rabe niedergelassen hat auf einer Bauvisierstange &#8211; Ausschnitt aus dem \u201eKunst-am-Bau\u201c-Werk von Yves Netzhammer.<br \/>\nKeller stellt fest: \u201eDas unkonventionelle \u00c4ussere wird von Passanten und Bankkunden interessiert und kontrovers diskutiert. Vom Inneren sind alle auf Anhieb begeistert.\u201c Der Raum wirkt, obwohl mit Technik vollgepackt, dank den grossen Fensterfl\u00e4chen und der sp\u00e4rlichen M\u00f6blierung leicht. Gleichzeitig strahlt er trotz der harten Oberfl\u00e4chen von Beton und Glas W\u00e4rme aus. Dies dank der Verwendung von Eichenholz und harmonischen, mit dem Altbau korrespondierenden Farben, die aber hier zur\u00fcckhaltender eingesetzt wurden. Lediglich die Decke, so Giuliani selbstkritisch, sei etwas mit Technik \u00fcberladen \u2013 die Bankkunden d\u00fcrfte das kaum st\u00f6ren.<br \/>\n<strong>Nah am original <\/strong><br \/>\nDie Konzentration der sicherheitsrelevanten Technik auf den Neubau (wo sich auch der Tresorraum befindet) brachte einen grossen Vorteil: Der denkmalgesch\u00fctzte Altbau liess sich ohne grosse Eingriffe renovieren. \u201eUnser Ziel war, soviel wie m\u00f6glich zu erhalten\u201c, erkl\u00e4rt Giuliani. Rosenheim war eine Villa Kunterbunt: Jedes Zimmer hatte eine andere Farbe. Die Patina hat man, beispielsweise bei der alten Tapete in einem kleinen Besprechungszimmer, soweit m\u00f6glich belassen. Ihr Muster wurde \u00fcbrigens bei den Glasw\u00e4nden im modernen Annexbau als Gestaltungselement \u00fcbernommen. Auch bei der Farbgebung blieb man so nah wie sinnvoll am Original, und selbst die alten Kastenfenster wurden sorgf\u00e4ltig restauriert. Entstanden sind sehr individuelle B\u00fcros, die laut Keller von den Raiffeisen-Mitarbeitern sehr gut aufgenommen wurden.<br \/>\n<strong>Gedankenr\u00e4ume aufstossen<\/strong><br \/>\nEine Klammer \u00fcber die kontrastierenden Bauk\u00f6rper gesetzt hat Yves Netzhammer: Sein Kunst-am-Bau-Projekt besteht aus schlichten Bauvisier-Stangen, die aussen am Geb\u00e4ude und verkleinert von der Decke h\u00e4ngend innen im Annexbau angebracht sind. Eine Anregung, \u00fcber den jetzigen Zustand hinauszuschweifen, neue Beziehungen zu schaffen und Gedankenr\u00e4ume aufzustossen? Ganz im Sinn des \u201eWas w\u00e4re wenn?\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Erg\u00e4nzung im Bestand: Die Raiffeisenbank in Diessenhofen ist ein Beispiel, das Aufsehen erregt. Architekt Roman Giuliani f\u00fchrte die scharf-Mitglieder an einer Veranstaltung im April vor Ort in sein Werk ein, das auf starke Kontraste setzt. [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":486,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[4,1],"tags":[],"class_list":["post-479","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-berichte","category-allgemein"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.sch-ar-f.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/479","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.sch-ar-f.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.sch-ar-f.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.sch-ar-f.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.sch-ar-f.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=479"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.sch-ar-f.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/479\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":4334,"href":"https:\/\/www.sch-ar-f.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/479\/revisions\/4334"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.sch-ar-f.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/486"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.sch-ar-f.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=479"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.sch-ar-f.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=479"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.sch-ar-f.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=479"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}