{"id":5797,"date":"2024-12-15T20:09:28","date_gmt":"2024-12-15T20:09:28","guid":{"rendered":"https:\/\/www.sch-ar-f.ch\/?p=5797"},"modified":"2024-12-15T20:09:28","modified_gmt":"2024-12-15T20:09:28","slug":"pecha-kucha-zur-adventszeit","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.sch-ar-f.ch\/?p=5797","title":{"rendered":"Pecha Kucha zur Adventszeit"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Die Wintersaison des SCHARF Schaffhauser Architektur Forum begann am<br>5. Dezember 2024 im Pr\u00e4sentations-Format Pecha Kucha; sechs getaktete Bildfolgen ergaben je 6 Minuten und 40 Sekunden gesprochene Textbotschaft. Das Thema: \u00abDer architektonische Raum \u2013 privat und \u00f6ffentlich\u00bb. Das Resultat: abwechslungsreiche, inspirierende Unterhaltung.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Text und Bilder:<\/strong>\u00a0Manuel Pestalozzi*<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"2560\" height=\"1707\" src=\"https:\/\/www.sch-ar-f.ch\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/01_MPestalozzi_PechaKucha-scaled.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-5798\" style=\"width:600px\" srcset=\"https:\/\/www.sch-ar-f.ch\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/01_MPestalozzi_PechaKucha-scaled.jpg 2560w, https:\/\/www.sch-ar-f.ch\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/01_MPestalozzi_PechaKucha-620x413.jpg 620w, https:\/\/www.sch-ar-f.ch\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/01_MPestalozzi_PechaKucha-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/www.sch-ar-f.ch\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/01_MPestalozzi_PechaKucha-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.sch-ar-f.ch\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/01_MPestalozzi_PechaKucha-768x512.jpg 768w, https:\/\/www.sch-ar-f.ch\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/01_MPestalozzi_PechaKucha-1536x1024.jpg 1536w, https:\/\/www.sch-ar-f.ch\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/01_MPestalozzi_PechaKucha-2048x1365.jpg 2048w, https:\/\/www.sch-ar-f.ch\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/01_MPestalozzi_PechaKucha-1000x667.jpg 1000w, https:\/\/www.sch-ar-f.ch\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/01_MPestalozzi_PechaKucha-230x153.jpg 230w, https:\/\/www.sch-ar-f.ch\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/01_MPestalozzi_PechaKucha-350x233.jpg 350w, https:\/\/www.sch-ar-f.ch\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/01_MPestalozzi_PechaKucha-480x320.jpg 480w\" sizes=\"auto, (max-width: 2560px) 100vw, 2560px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>\u2191 Pecha Kucha ist auch ein Wettbewerb. Wer hier siegte, trug eine Flasche und eine Schote davon.<\/p>\n\n\n\n<p>Zu dieser Veranstaltung lud das SCHARF in den TapTab-Musikraum im Kammgarn, in Schaffhausens Altstadt. Es war nicht sein erster Pecha Kucha-Event, doch f\u00fcr alle F\u00e4lle erinnerte SCHARF-Pr\u00e4sident und Moderator Christian W\u00e4ckerlin einf\u00fchrend daran, was der Begriff verspricht. Er stammt aus dem Japanischen (die \u00abch\u00bb werden als \u00abtsch\u00bb ausgesprochen), bedeutet \u00fcbersetzt \u00abimmer quatschend\u00bb und umschreibt eine scharf eingegrenzte und getaktete Pr\u00e4sentationstechnik: Sprechvortrag mit 20 Bildern zu jeweils 20 Sekunden, was nach Adam Riese eine Gesamtzeit von 6:40 Minuten ergibt. SCHARF machte daraus einen entspannt auszufechtenden Wettbewerb. Wer gewinnt, erh\u00e4lt eine extra grosse Flasche Rotwein (die Unterlegenen eine etwas kleinere), plus eine SCHARF-Pfefferschotenskulptur als Wanderpreis. Automatisch erfolgt ausserdem die Einladung zur Teilnahme des Folge-Pecha Kucha. Die sechs aufgebotenen Einzelpersonen und Duos lieferten ihre eigenen Bilder. Sie traten vorbereitet an und setzten sich auf ganz unterschiedliche Weise mit dem Thema \u00abDer architektonische Raum \u2013 privat und \u00f6ffentlich\u00bb auseinander.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1920\" height=\"1080\" src=\"https:\/\/www.sch-ar-f.ch\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/02_MPestalozzi_PechaKucha.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-5799\" style=\"width:600px\" srcset=\"https:\/\/www.sch-ar-f.ch\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/02_MPestalozzi_PechaKucha.jpg 1920w, https:\/\/www.sch-ar-f.ch\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/02_MPestalozzi_PechaKucha-620x349.jpg 620w, https:\/\/www.sch-ar-f.ch\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/02_MPestalozzi_PechaKucha-1024x576.jpg 1024w, https:\/\/www.sch-ar-f.ch\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/02_MPestalozzi_PechaKucha-300x169.jpg 300w, https:\/\/www.sch-ar-f.ch\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/02_MPestalozzi_PechaKucha-768x432.jpg 768w, https:\/\/www.sch-ar-f.ch\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/02_MPestalozzi_PechaKucha-1536x864.jpg 1536w, https:\/\/www.sch-ar-f.ch\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/02_MPestalozzi_PechaKucha-1000x563.jpg 1000w, https:\/\/www.sch-ar-f.ch\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/02_MPestalozzi_PechaKucha-230x129.jpg 230w, https:\/\/www.sch-ar-f.ch\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/02_MPestalozzi_PechaKucha-350x197.jpg 350w, https:\/\/www.sch-ar-f.ch\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/02_MPestalozzi_PechaKucha-480x270.jpg 480w\" sizes=\"auto, (max-width: 1920px) 100vw, 1920px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>\u2191 Catherine Blum (links) und Sonja Flury brachten ein Pl\u00e4doyer vor: Der Berta Rahm-Pavillon soll einen Standort in Schaffhausen erhalten.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Kampagne f\u00fcr den Pavillon<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Der erste Pecha Kucha-Vortrag war dem \u00abSaffa Pavillon\u00bb von Berta Rahm gewidmet. Die Architektin, Verlegerin und Autorin Berta Rahm (1910-1998) verbrachte ihre Jugend in Hallau und gr\u00fcndete sp\u00e4ter in Schaffhausen einen Verlag. F\u00fcr die Schweizerische Ausstellung f\u00fcr Frauenarbeit (SAFFA) von 1958 in Z\u00fcrich plante sie einen kleinen, eleganten Pavillon. \u00dcber ein halbes Jahrhundert nach der Ausstellung wurde der Kleinbau in einer Champignonfabrik in Gossau (ZH) wieder \u00abentdeckt\u00bb. Der <a href=\"https:\/\/www.prosaffa1958-pavillon.ch\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Verein ProSaffa1958-Pavillon<\/a> konnte ihn in Besitz nehmen. Er sorgte f\u00fcr seine sorgf\u00e4ltige Zerlegung und Einlagerung. Nun wird nach einem passenden Standort gesucht. Schaffhausen w\u00e4re ein passender Standort \u2013 das war kurz zusammengefasst die Pecha Kucha-Botschaft, die Catherine Blum vom Verein Berta-Rahm Pavillon (SH) und Sonja Flury vom Verein ProSaffa 1958-Pavillon dem Publikum vermittelte. Berta Rahm war dem Kanton und der Stadt w\u00e4hrend ihres ganzen Lebens verbunden, Schaffhausen stellt somit einen berechtigten Anspruch, der durch den Verein Berta-Rahm Pavillon vertreten wird. Unter den 20 Bildern der Pr\u00e4sentation waren auch einige Fotomontagen, welche Ideen zum konkreten Standort vermittelten. Das Umfeld des Munots durfte nicht fehlen, auch Terrain, das nach dem k\u00fcrzlichen Nein zu Autobahn-Ausbaupl\u00e4nen wieder zur Verf\u00fcgung stehen k\u00f6nnte, wurde in Wort und Bild erw\u00e4hnt. Catherine Blum und Sonja Flury nutzten die Gelegenheit auch f\u00fcr einen Hinweis, dass der Schaffhauser Pavillon-Verein neue Mitglieder und Spenden willkommen heisst.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1920\" height=\"1080\" src=\"https:\/\/www.sch-ar-f.ch\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/03_MPestalozzi_PechaKucha.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-5800\" style=\"width:600px\" srcset=\"https:\/\/www.sch-ar-f.ch\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/03_MPestalozzi_PechaKucha.jpg 1920w, https:\/\/www.sch-ar-f.ch\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/03_MPestalozzi_PechaKucha-620x349.jpg 620w, https:\/\/www.sch-ar-f.ch\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/03_MPestalozzi_PechaKucha-1024x576.jpg 1024w, https:\/\/www.sch-ar-f.ch\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/03_MPestalozzi_PechaKucha-300x169.jpg 300w, https:\/\/www.sch-ar-f.ch\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/03_MPestalozzi_PechaKucha-768x432.jpg 768w, https:\/\/www.sch-ar-f.ch\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/03_MPestalozzi_PechaKucha-1536x864.jpg 1536w, https:\/\/www.sch-ar-f.ch\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/03_MPestalozzi_PechaKucha-1000x563.jpg 1000w, https:\/\/www.sch-ar-f.ch\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/03_MPestalozzi_PechaKucha-230x129.jpg 230w, https:\/\/www.sch-ar-f.ch\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/03_MPestalozzi_PechaKucha-350x197.jpg 350w, https:\/\/www.sch-ar-f.ch\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/03_MPestalozzi_PechaKucha-480x270.jpg 480w\" sizes=\"auto, (max-width: 1920px) 100vw, 1920px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>\u2191 Architekt Julian W\u00e4ckerlin berichtete von der neu gegr\u00fcndeten Gruppierung ZAS*, die in Z\u00fcrich in einem Pavillon ein \u00ab\u00c4mtli\u00bb betreibt.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Visions-Station in der Stadt Z\u00fcrich<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Eine Verquickung von Vergangenheit und Zukunft verk\u00f6rperte der Beitrag von Architekt Julian W\u00e4ckerlin. Bei ihm ging es um Z\u00fcrich, wie es ist und wie es sein k\u00f6nnte. Im Kern seiner Ausf\u00fchrungen stand die Gruppierung ZAS*. Das Akronym ist eine Hommage an die \u00abZ\u00fcrcher Arbeitsgruppe f\u00fcr St\u00e4dtebau\u00bb, die als ZAS (ohne Stern) von 1959-89 oft gewagte Visionen f\u00fcr die Limmatstadt entwickelte. Das selbe m\u00f6chte fortan ZAS* tun, auf architektonischer aber auch politischer Ebene.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Zentrum des Pecha Kucha stand das im vergangenen September eingeweihte \u00ab\u00c4mtli f\u00fcr St\u00e4dtebau\u00bb. Es residiert in einem konkreten Haus, oder besser H\u00e4uschen: dem einstigen Kulturpavillon mit Ticketzentrale auf dem Werdm\u00fchleplatz, dessen Erstellung Ende der 1970er-Jahre wegen den horrenden Kosten f\u00fcr einen Skandal sorgte. Der Standort ist gut gew\u00e4hlt, die grossen (Bau)-\u00c4mter der Stadt umringen den Pavillon und sollten sich \u00fcber den Input jener, die im \u00c4mtli die Grenzen im politischen wie auch gedanklichen Raum sprengen, freuen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1920\" height=\"1080\" src=\"https:\/\/www.sch-ar-f.ch\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/04_MPestalozzi_PechaKucha.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-5801\" style=\"width:600px\" srcset=\"https:\/\/www.sch-ar-f.ch\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/04_MPestalozzi_PechaKucha.jpg 1920w, https:\/\/www.sch-ar-f.ch\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/04_MPestalozzi_PechaKucha-620x349.jpg 620w, https:\/\/www.sch-ar-f.ch\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/04_MPestalozzi_PechaKucha-1024x576.jpg 1024w, https:\/\/www.sch-ar-f.ch\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/04_MPestalozzi_PechaKucha-300x169.jpg 300w, https:\/\/www.sch-ar-f.ch\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/04_MPestalozzi_PechaKucha-768x432.jpg 768w, https:\/\/www.sch-ar-f.ch\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/04_MPestalozzi_PechaKucha-1536x864.jpg 1536w, https:\/\/www.sch-ar-f.ch\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/04_MPestalozzi_PechaKucha-1000x563.jpg 1000w, https:\/\/www.sch-ar-f.ch\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/04_MPestalozzi_PechaKucha-230x129.jpg 230w, https:\/\/www.sch-ar-f.ch\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/04_MPestalozzi_PechaKucha-350x197.jpg 350w, https:\/\/www.sch-ar-f.ch\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/04_MPestalozzi_PechaKucha-480x270.jpg 480w\" sizes=\"auto, (max-width: 1920px) 100vw, 1920px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>\u2191 Wohn- und Architekturpsychologin Mirjam Candan stellte positiv und negativ empfundene R\u00e4ume einander gegen\u00fcber.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Interaktion Raum-Mensch<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Viel allgemeiner orientiert als die vorangegangenen Auftritte war der Beitrag von Mirjam Candan, die sich mit Wohn- und Architekturpsychologie sowie mit der Sozialraum-Entwicklung auseinandersetzt. \u00abWie der Raum uns pr\u00e4gt\u00bb, stand als Titel im ersten der 20 pr\u00e4sentierten Bilder \u2013 wovon eines ein kurzer Filmbeitrag war. Hier ging es stark um das Gute, Wertvolle, K\u00fcnstlerische welches einen Menschen positiv pr\u00e4gt, und das Schlechte, Unachtsame, welches demselben aufs Gem\u00fct schl\u00e4gt. Stimmungsvolle Raumabbildungen mit eingeblendeten Zitaten gaben den Ausf\u00fchrungen einen gesellschafts- und kulturhistorischen Hintergrund. Er machte darauf aufmerksam, dass gesellschaftliche Konventionen entsprechende Urteile beeinflussen.<\/p>\n\n\n\n<p>Mirjam Candan betonte, dass \u00abdas Wohnumfeld als M\u00f6glichkeitsfeld\u00bb beim Erkennen eines identit\u00e4tsstiftenden Raumgef\u00fcges eine wichtige Rolle spielt. Als positives Beispiel erw\u00e4hnte sie diesbez\u00fcglich die Genossenschaftssiedlung \u00abs Wagi\u00bb in Schaffhausen, durch welche das SCHARF fr\u00fcher im Jahr <a href=\"http:\/\/bau-auslese.ch\/WagiSchaffhausen.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">eine Begehung organisierte<\/a>. Die Siedlung bietet gerade den j\u00fcngsten Mitbewohnenden ein ad\u00e4quates \u00abM\u00f6glichkeitsfeld\u00bb.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1920\" height=\"1080\" src=\"https:\/\/www.sch-ar-f.ch\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/05_MPestalozzi_PechaKucha.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-5802\" style=\"width:596px\" srcset=\"https:\/\/www.sch-ar-f.ch\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/05_MPestalozzi_PechaKucha.jpg 1920w, https:\/\/www.sch-ar-f.ch\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/05_MPestalozzi_PechaKucha-620x349.jpg 620w, https:\/\/www.sch-ar-f.ch\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/05_MPestalozzi_PechaKucha-1024x576.jpg 1024w, https:\/\/www.sch-ar-f.ch\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/05_MPestalozzi_PechaKucha-300x169.jpg 300w, https:\/\/www.sch-ar-f.ch\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/05_MPestalozzi_PechaKucha-768x432.jpg 768w, https:\/\/www.sch-ar-f.ch\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/05_MPestalozzi_PechaKucha-1536x864.jpg 1536w, https:\/\/www.sch-ar-f.ch\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/05_MPestalozzi_PechaKucha-1000x563.jpg 1000w, https:\/\/www.sch-ar-f.ch\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/05_MPestalozzi_PechaKucha-230x129.jpg 230w, https:\/\/www.sch-ar-f.ch\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/05_MPestalozzi_PechaKucha-350x197.jpg 350w, https:\/\/www.sch-ar-f.ch\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/05_MPestalozzi_PechaKucha-480x270.jpg 480w\" sizes=\"auto, (max-width: 1920px) 100vw, 1920px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>\u2191 Architekt Timo Bauer entf\u00fchrte das Publikum ins Universum der Fundst\u00fccke, die er in verschiedenen Industrielandschaften sammelte.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Ungeahnte<\/strong> <strong>Qualit\u00e4ten<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Einen ganz anderen Ansatz zur Beurteilung architektonischer R\u00e4ume als Miriam Candan vertrat in seinem Pecha Kucha-Beitrag Architekt Timo Bauer. In einem Studienprojekt befasst er sich mit Infrastrukturr\u00e4umen, bei denen nicht das Sch\u00f6ne oder die \u00abAutorenarchitektur\u00bb im Vordergrund steht, sondern das Zweckm\u00e4ssige, Notwendige. Wegen der Ausdehnung der Siedlungsgebiete k\u00e4men diese oft gemiedenen Zonen immer mehr in Kontakt mit Gegenden, in denen sich viele Menschen aufhalten, was zu Konflikten f\u00fchren kann. Umso wichtiger ist es, die Eigenschaften und Charakterz\u00fcge dieser Zonen zu kennen.<\/p>\n\n\n\n<p>Timo Bauer besuchte von Infrastruktur- und Industrieanlagen gepr\u00e4gte Gebiete in Grossbritannien und Japan. Oft war er bei seinem \u00abSchritt aus der Komfortzone heraus\u00bb mit dem Velo unterwegs, und schon das alleine stellte inmitten des Schwerverkehrs ein bisweilen riskantes Abenteuer dar. Die besuchten Orte und Strukturen hielt er mit Skizzen fest, die er zur\u00fcck in der Schweiz ausarbeitete und weiterentwickelte. Mit seinem kurzen Beitrag konnte Timo Bauer zeigen, dass sich an unbekannten, oft auch als \u00abanonym\u00bb bezeichneten Orten poetische Qualit\u00e4ten finden lassen, die man dort kaum erwarten w\u00fcrde. In einem ersten Schritt nutzte Timo Bauer seine neuen Erkenntnisse f\u00fcr ein Diplomprojekt, bei dem es um die \u00abHybridisierung\u00bb des Rangierbahnhofs in Spreitenbach (AG) ging.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1920\" height=\"1080\" src=\"https:\/\/www.sch-ar-f.ch\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/06_MPestalozzi_PechaKucha.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-5803\" style=\"width:600px\" srcset=\"https:\/\/www.sch-ar-f.ch\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/06_MPestalozzi_PechaKucha.jpg 1920w, https:\/\/www.sch-ar-f.ch\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/06_MPestalozzi_PechaKucha-620x349.jpg 620w, https:\/\/www.sch-ar-f.ch\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/06_MPestalozzi_PechaKucha-1024x576.jpg 1024w, https:\/\/www.sch-ar-f.ch\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/06_MPestalozzi_PechaKucha-300x169.jpg 300w, https:\/\/www.sch-ar-f.ch\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/06_MPestalozzi_PechaKucha-768x432.jpg 768w, https:\/\/www.sch-ar-f.ch\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/06_MPestalozzi_PechaKucha-1536x864.jpg 1536w, https:\/\/www.sch-ar-f.ch\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/06_MPestalozzi_PechaKucha-1000x563.jpg 1000w, https:\/\/www.sch-ar-f.ch\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/06_MPestalozzi_PechaKucha-230x129.jpg 230w, https:\/\/www.sch-ar-f.ch\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/06_MPestalozzi_PechaKucha-350x197.jpg 350w, https:\/\/www.sch-ar-f.ch\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/06_MPestalozzi_PechaKucha-480x270.jpg 480w\" sizes=\"auto, (max-width: 1920px) 100vw, 1920px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>\u2191 Architektin Clara Richard Gostynski nahm das Publikum mit auf eine Reise in die Architektur der M\u00fctter und Grossm\u00fctter.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Weibliche<\/strong> <strong>Empfindungsfragmente<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Architektin Clara Richard Gostynski stellte \u00abFragmente, Objekte und Architektur\u00bb vor, welche sie seit 2021 zusammen mit ihrer Berufskollegin Ella Esslinger \u00fcber die r\u00e4umliche Welt ihrer M\u00fctter und Grossm\u00fctter \u2013 und von M\u00fcttern und Grossm\u00fcttern schlechthin \u2013 sammelt, sortiert und auswertet. In der Schriftenreihe \u00abNachgl\u00fchen\u00bb machen die beiden ihre Forschungsarbeit einer breiten \u00d6ffentlichkeit zug\u00e4nglich. Dies im Wissen, dass die sich abzeichnenden r\u00e4umlichen Erlebniswelten die Befindlichkeit, aber auch die Erziehungsarbeit durch das<br>20. Jahrhundert pr\u00e4gten. Das wirkt sich bis heute auf das Schaffen von Architektur aber auch deren Akzeptanz aus. Das reichhaltige Archivmaterial huschte als Bildfolge \u00fcber die Leinwand neben der Sprecherin. Es geh\u00f6rt, wie Ella Esslinger betonte, zum Quellenmaterial der \u00abGeschichte dessen, was wir als Domestic Monuments des 20. Jahrhunderts bezeichnen\u00bb. Und es weit hin auf die Grenzen zwischen privat und \u00f6ffentlich, zwischen dem Eigenen und dem Allgemeinen \u2013 zudem auch auf den diffusen Charakter dieser Grenzen. Diese lassen sich nie scharf ziehen. Architektinnen und Architekten m\u00fcssen sich das hinter die Ohren schreiben.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1920\" height=\"1080\" src=\"https:\/\/www.sch-ar-f.ch\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/07_MPestalozzi_PechaKucha.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-5804\" style=\"width:600px\" srcset=\"https:\/\/www.sch-ar-f.ch\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/07_MPestalozzi_PechaKucha.jpg 1920w, https:\/\/www.sch-ar-f.ch\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/07_MPestalozzi_PechaKucha-620x349.jpg 620w, https:\/\/www.sch-ar-f.ch\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/07_MPestalozzi_PechaKucha-1024x576.jpg 1024w, https:\/\/www.sch-ar-f.ch\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/07_MPestalozzi_PechaKucha-300x169.jpg 300w, https:\/\/www.sch-ar-f.ch\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/07_MPestalozzi_PechaKucha-768x432.jpg 768w, https:\/\/www.sch-ar-f.ch\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/07_MPestalozzi_PechaKucha-1536x864.jpg 1536w, https:\/\/www.sch-ar-f.ch\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/07_MPestalozzi_PechaKucha-1000x563.jpg 1000w, https:\/\/www.sch-ar-f.ch\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/07_MPestalozzi_PechaKucha-230x129.jpg 230w, https:\/\/www.sch-ar-f.ch\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/07_MPestalozzi_PechaKucha-350x197.jpg 350w, https:\/\/www.sch-ar-f.ch\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/07_MPestalozzi_PechaKucha-480x270.jpg 480w\" sizes=\"auto, (max-width: 1920px) 100vw, 1920px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>\u2191 Beobachter Peter im Obersteg (links) und Architekt Pierre N\u00e9ma nutzten in ihren Bildern die gelben Landib\u00e4nke der Br\u00fcder Ricklin als roten Faden.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>\u00abraumsehen\u00bb<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr den letzten Beitrag trat wie f\u00fcr den ersten ein Duo auf. Beobachter Peter im Obersteg und Architekt Pierre N\u00e9ma reizten mit ihrer sorgf\u00e4ltig orchestrierten Vorstellung das Pecha Kucha-Format gut aus; die Pr\u00e4sentation n\u00e4herte sich einer poetischen Performance an.<\/p>\n\n\n\n<p>Anhand von Bildern aus ihren privaten Sammlungen und mit einer gut dosierten Prise Humor zeigten im Obersteg und N\u00e9ma, dass wir im Raum, sei es nun in der Wildnis oder der Zivilisation, immer nach Halt suchen. Symbolisch zeigte dies die Reaktion auf die zers\u00e4gten gelben Landib\u00e4nke, welche Schaffhausen dieses Jahr die Br\u00fcder Patrik und Frank Riklin bescherten. Sie tauchten als Montage wiederholt in der Bilderfolge auf \u2013 intakt, soweit man erkennen konnte. Im Obersteg und N\u00e9ma sehen sie als Aufforderung, r\u00e4umliche Verh\u00e4ltnisse zu \u00fcberdenken und sich gelegentlich von den gewohnten Mustern der Raumempfindung zu l\u00f6sen, gerade wenn es um das Potenzial einer Durchmischung von \u00f6ffentlichen und privaten Raumfunktionen geht. Als \u00abBelohnung\u00bb warten \u00abRaumfl\u00fcsse, die atmen k\u00f6nnen\u00bb.<\/p>\n\n\n\n<p>Die sechs Pr\u00e4sentationen repr\u00e4sentierten das weite Spektrum, welches das Format Pecha Kucha trotz seinem eingrenzenden Konzept zul\u00e4sst. Faktisches und Poetisches finden ihn ihm gleichwertig Platz, bestehendes Bildmaterial kann in den Rhythmus eingepasst werden und enth\u00e4lt dadurch vielleicht neue Qualit\u00e4ten. F\u00fcr einen Wettbewerb waren die Pr\u00e4sentationen eigentlich zu unterschiedlich, um als Konkurrentinnen gesehen zu werden. Doch die grosse Weinflasche f\u00fcr den beliebtesten Beitrag stand zusammen mit der Pfefferschotenskulptur bereits auf der B\u00fchne. So wurde das Publikum aufgefordert, jeden Beitrag nochmals zu beklatschen, was in Dezibel gemessen wurde. Den h\u00f6chsten Wert erreichte Timo Bauers Beitrag. Ein w\u00fcrdiger Sieger, vor allem seine sch\u00f6nen Skizzen, eine Mischung aus Analyse und Kunst und ein traditionelles Darstellungsmittel in der Architektur, k\u00f6nnten den Ausschlag f\u00fcr die besonders grosse Begeisterung gegeben haben.<\/p>\n\n\n\n<p><em>* Manuel Pestalozzi, dipl. Arch. ETHZ und Journalist BR SFJ, betreibt die\u00a0<a href=\"http:\/\/bau-auslese.ch\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Einzelfirma Bau-Auslese Manuel Pestalozzi<\/a><\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Pr\u00e4sentations-Format Pecha Kucha: sechs getaktete Bildfolgen ergaben je 6 Minuten und 40 Sekunden gesprochene Textbotschaft. Das Thema: \u00abDer architektonische Raum \u2013 privat und \u00f6ffentlich\u00bb. Das Resultat: abwechslungsreiche, inspirierende Unterhaltung.<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":5808,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[4,1],"tags":[],"class_list":["post-5797","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-berichte","category-allgemein"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.sch-ar-f.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/5797","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.sch-ar-f.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.sch-ar-f.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.sch-ar-f.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.sch-ar-f.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=5797"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.sch-ar-f.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/5797\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":5807,"href":"https:\/\/www.sch-ar-f.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/5797\/revisions\/5807"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.sch-ar-f.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/5808"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.sch-ar-f.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=5797"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.sch-ar-f.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=5797"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.sch-ar-f.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=5797"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}