{"id":6752,"date":"2026-07-08T11:13:59","date_gmt":"2026-07-08T11:13:59","guid":{"rendered":"https:\/\/www.sch-ar-f.ch\/?p=6752"},"modified":"2026-07-08T11:23:18","modified_gmt":"2026-07-08T11:23:18","slug":"kss-siegerprojekt-besticht-durch-funktionalitaet","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.sch-ar-f.ch\/?p=6752","title":{"rendered":"KSS: Siegerprojekt besticht durch Funktionalit\u00e4t"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>SCHARF lud anfangs Juli zu einer dialogischen F\u00fchrung durch die Ausstellung \u201eWettbewerb Neubau Hallenbad KSS Schaffhausen\u201c ein. Die reichhaltige Auswahl an L\u00f6sungsans\u00e4tzen zeigte, welchen Mehrwert Architekturwettbewerbe bei solch komplexen Grossprojekten bringen. Gewonnen hat das Projekt \u00abKatamaran\u00bb von K&amp;L Architekten St. Gallen.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Text:<\/strong>\u00a0Caspar Heer<br><strong>Bilder:<\/strong>\u00a0Pierre N\u00e9ma<\/p>\n\n\n\n<p>Ueli J\u00e4ger, der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der KSS, ging bei seiner Begr\u00fcssung kurz auf die Vorgeschichte ein. Urspr\u00fcnglich beabsichtigte die Regierung, das in die Jahre gekommene Hallenbad zu sanieren. Im grossen Stadtrat setzte sich dann aber die Variante Neubau durch. Sie wurde in einer Volksabstimmung 2022 trotz der hohen Kosten von gesch\u00e4tzten 80 Millionen Franken klar angenommen. Das Projekt ist indes auch nicht ein einfaches Hallenbad, sondern muss auch der Nutzungsvielfalt der KSS Rechnung tragen. Im Geb\u00e4ude untergebracht sind auch eine Tiefgarage, ein Restaurant, sowie ein Wellness- und ein Fitness-Bereich.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>\u00abDie KSS startete einst als Kunsteisbahn und Freibad, ist aber l\u00e4ngst zu einer Mehrspartenanlage mutiert. Das Projekt muss sich also r\u00e4umlich und technisch in das bestehende Gesamtensemble einf\u00fcgen\u00bb, gab Scharf-Pr\u00e4sident Christian W\u00e4ckerlin zu bedenken. Es gilt daher auch, verschiedene Nutzungen zu b\u00fcndeln, etwa im Bereich von Eingang und Zufahrt, Technik oder Restauration. Diese Anforderungen f\u00fchrten dazu, dass die funktionalen Aspekte gegen\u00fcber st\u00e4dtebaulichen oder \u00e4sthetischen in den Vordergrund r\u00fcckten.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Jonas von Wartburg und Musa Miftari, Projektleiter bzw. Bereichsleiter Hochbau bei der Stadt, stellten vier pr\u00e4mierte Projekte vor. Das Siegerprojekt wurde vom Architekten pers\u00f6nlich pr\u00e4sentiert.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Das Projekt 08 (5. Rang) \u00abMarianne\u00bb hielt sich als einziger Beitrag nicht an die Wettbewerbsvorgaben. Statt das bisherige Hallenbad auszublenden, bezog es den bestehenden Bau ins Projekt ein. Entstanden w\u00e4re damit ein stimmiges Gesamtensemble mit hohem Gr\u00fcnanteil, dies allerdings auf Kosten betrieblicher Nachteile. In der Diskussion wurde die Frage aufgeworfen: Was mag das Architekturb\u00fcro dazu bewogen haben, sich \u00fcber die Vorgaben hinwegzusetzen und sich damit ins Abseits zu man\u00f6vrieren? Die Antwort muss wohl lauten: Morger Partner Architekten, Basel, waren \u00fcberzeugt, dass ihr Entwurf als Fortschreibung des architektonischen Erbes von Ernst Gisel die Jury \u00fcberzeugt. Gereicht hat es nicht. Das Projekt kam nicht in die engste Auswahl, erhielt aber immerhin eine Auszeichnung.<\/p>\n\n\n\n<p>Jonas von Wartburg w\u00fcrdigte beim Projekt 07 \u00abMargrid\u00bb (4. Rang) vor allem den Aspekt der Nachhaltigkeit. Die Architekten von Parapase GmbH, Basel, schenkten dem zirkul\u00e4ren Bauen besondere Aufmerksamkeit, etwa indem Teile bisheriger Geb\u00e4ude in den Neubau integriert werden sollten. Die Jury lobte dar\u00fcber hinaus die klare Struktur und die gute Orientierung. Eher kritisch sahen einige Besucher, dass das Geb\u00e4ude einem Industriebau \u00e4hnelt. Und in der Diskussion irritierte, dass die Holzstruktur aussen mit Betonverschalungen verkleidet wird.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>03 \u00abAqua\u00bb (3. Rang) ist eines von drei Projekten, die nach der ersten Phase des Architekturwettbewerbes zur Weiterbearbeitung auserkoren wurde. In erster Linie besticht hier die sehr grossz\u00fcgige, luftige Schwimmhalle. Die betrieblichen Nachteile konnten durch die Nachbearbeitung aber nicht gen\u00fcgend beseitigt werden. So bleibt es bei einem zweiten Eingang, um den langen Wegen entgegenzuwirken. Die \u00c4sthetik der Schwimmhalle ist zwar unbestritten, doch fehlt eine Unterteilung und damit R\u00fcckzugsm\u00f6glichkeiten.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Auf dem zweiten Rang landete bei der Jurierung das Projekt 09 \u00abMitten im Park!\u00bb von Berell Kr\u00e4utler Architekten AG, Z\u00fcrich. Wie der Name sagt, spielt hier der sorgf\u00e4ltige Umgang mit dem umgebenden Gr\u00fcnraum eine wichtige Rolle. \u00abWir hatten die Hoffnung, dass sich durch die Weiterbearbeitung der positive st\u00e4dtebauliche Ansatz bewahren und zugleich eine bessere Funktionalit\u00e4t erzielen l\u00e4sst\u00bb, meinte Musa Miftari. Offensichtlich waren die Fortschritte f\u00fcr die Jury nicht \u00fcberzeugend genug. \u00abSind die Architekten hier an ihrem mutigen Ansatz gescheitert?\u00bb, fragte Christian W\u00e4cklerin. Tats\u00e4chlich war prim\u00e4r ein funktional \u00fcberzeugender Neubau gefordert. St\u00e4dtebau, Sch\u00f6nheit und Nachhaltigkeit zwar auch, aber sie waren nicht matchentscheidend.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Die Summe all dieser Anforderungen hat das Projekt 06 \u00abKatamaran\u00bb am besten auf einen Nenner gebracht. Vorgestellt hat es der federf\u00fchrende Architekt Thomas Lehmann von K&amp;L Architekten, St. Gallen. Den Namen hat das Projekt von den zwei l\u00e4nglichen Bauk\u00f6rpern, die eine klare Trennung des Schwimmbereichs von den \u00fcbrigen Becken gew\u00e4hrleistet. \u00abUns war auch der Bezug im Aussenraum wichtig. Wir wollten ein Vis-\u00e0-vis zur Eishalle schaffen\u00bb, erl\u00e4uterte Lehmann. Das ist ebenso gelungen wie die \u00fcbersichtliche Anordnung wichtiger Funktionen und kurze Wege. Man war sich darin einig, dass die Vielfalt der Bez\u00fcge hier am besten gel\u00f6st wurde. Dennoch erhob die Jury einige kritische Einw\u00e4nde, etwa bei der Gestaltung der umliegenden Freir\u00e4ume.<\/p>\n\n\n\n<p>Katamaran wird nun zu einem Bauprojekt weiterentwickelt. Baubeginn ist laut Ueli J\u00e4ger voraussichtlich 2029 und die Bauzeit betr\u00e4gt sch\u00e4tzungsweise 2.5 bis 3 Jahre. Viel Zeit also, in der sich das bisherige Hallenbad (Gisel-Bau) noch einmal bew\u00e4hren muss.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Wettbewerbsbeitr\u00e4ge auf der Website der KSS \u2192 <a href=\"https:\/\/kss.ch\/neubau\/projekt\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Zu den Projekten<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Der Jurybericht zum Architekturwettbewerb KSS \u2192 <a href=\"https:\/\/kss.ch\/wp-content\/neubau\/berichte\/5340_Jurybericht_20260520_Neubau_Hallenbad_KSS.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Jurybericht Neubau Hallenbad KSS<\/a><\/p>\n\n\n\n<div class=\"rl-gallery-container rl-loading\" id=\"rl-gallery-container-1\" data-gallery_id=\"6764\"> <div class=\"rl-gallery rl-basicmasonry-gallery \" id=\"rl-gallery-1\" data-gallery_no=\"1\"> <div class=\"rl-gutter-sizer\"><\/div><div class=\"rl-grid-sizer\"><\/div> <div class=\"rl-gallery-item rl-gallery-item-width-4\" > <div class=\"rl-gallery-item-content\"> <a 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